Ein ungewöhnliches Konzept an einem ungewöhnlichen Ort bescherte am gestrigen Eröffnungstag rund 2'000 Besuchern ein unvergessliches Festivalerlebnis.
Auftaktband Dada Ante Portas riss das Publikum bereits nach dem dritten Song von den Stühlen. Mit Streichern, Bläsern und Handorgel boten die Luzerner on tour ein aufregendes Instrumentarium um ihre akustisch eingespielte CD "The Classics". Das ganze Festivalzelt tobte und sang unter Anleitung begeistert mit.
Etwas leiser begann der Auftritt von Milow, der ausschliesslich mit Gitarre und Stimme die ersten beiden Songs bestritt. Zusammen mit einer Sängerin und einem weiteren Gitarristen und Sänger bildeten leise und berührende Lieder den ersten Teil seines Programms, bis gegen Schluss die in der Schweiz bekannten Ohrwürmer You don't know und Ayo technology für gewaltige Stimmung im Saal sorgte. Ganz nach dem Motto unplugged scharte sich Milow mit seiner Band bei der Zugabe um ein einziges Mikrofon, um es wie im Wohnzimmer klingen zu lassen, eine einzigartige Stimmung machte sich im Festivalzelt breit. Ganz ohne Technik geht es trotzdem nicht, statt Feuerzeuge werden bei Balladen die Displays der Handys und Kameras geschwenkt! Mit frenetischem Applaus wurde der belgische Sänger und Songwriter verabschiedet.
Mit etwas Verspätung ging es auf der zweiten Hauptbühne des Festivals im Vernissage mit der Schweizer Band Lunik weiter. Im etwas intimeren Rahmen vor rund 400 Musikfans bewegte die Band das Publikum mit ihren aussergewöhnlichen Liedern, auch der kleine Stromausfall führte lediglich dazu, dass zeitweise nur einzelne Instrumente zu hören waren, unplugged auch um Mitternacht. "The rest is silence" hauchte Sängerin Jaël ins Mikro.